15 geniale Tipps für ein aufgeräumtes Kinderzimmer, das Kreativität fördert

Stellen Sie sich vor, Sie öffnen die Tür zum Kinderzimmer und anstelle von Stolperfallen und Spielzeugbergen empfängt Sie eine Oase der Ruhe und Kreativität. Ein Ort, an dem jedes Spielzeug einen festen Platz hat und nach dem Spielen wie von Zauberhand wieder dorthin zurückfindet. Für viele Eltern klingt das wie ein ferner Traum, denn das Kinderzimmer ist oft das Epizentrum des familiären Chaos – ein Ort, an dem sich Bausteine, Puppen und Malsachen zu einem bunten Teppich des Durcheinanders vereinen.
Doch ein aufgeräumtes Kinderzimmer ist weit mehr als nur eine ästhetische Wunschvorstellung. Es ist ein Raum, der Kindern Sicherheit gibt, ihre Konzentration fördert und ihnen hilft, selbstständig zu werden. Es schafft eine Umgebung, in der die Fantasie frei fließen kann, ohne von Reizüberflutung und Unordnung erstickt zu werden. Es geht nicht darum, ein steriles, unbespieltes Zimmer zu erschaffen, sondern eine liebevolle und strukturierte Basis für all die Abenteuer, die dort stattfinden.
In diesem Artikel zeige ich Ihnen als Innenarchitektin und Mutter meine 15 liebsten Tipps, wie Sie nicht nur Ordnung schaffen, sondern ein System etablieren, das mitwächst und bei dem sogar die Kleinsten gerne mithelfen. Vergessen wir den Perfektionismus und schaffen wir stattdessen liebevoll gestaltete Räume, die zum Leben, Lachen und Spielen einladen. Für noch mehr Inspiration zur Gestaltung könnt ihr auch einen Blick auf meine 15 zauberhaften Ideen fürs Kinderzimmer werfen.
1. Auf Augenhöhe denken: Montessori-Regale

Das Herzstück eines aufgeräumten und gleichzeitig kindgerechten Zimmers ist die Zugänglichkeit. Die Montessori-Pädagogik hat hier einen wunderbaren Ansatz: Richten Sie die Welt des Kindes auf dessen Augenhöhe aus. Statt hoher, unübersichtlicher Regale und tiefer Spielzeugkisten setzen wir auf niedrige, offene Regalsysteme. So kann Ihr Kind selbstständig sehen, welches Spielzeug vorhanden ist, es ohne Hilfe erreichen und – das ist der entscheidende Punkt – auch wieder an seinen Platz zurücklegen.
Diese Art der Präsentation fördert nicht nur die Selbstständigkeit, sondern auch die Wertschätzung für das einzelne Spielzeug. Anstatt in einer großen Kiste unterzugehen, bekommt jedes Teil seinen eigenen, sichtbaren Platz. Dies regt zu konzentrierterem Spielen an und verhindert, dass ständig alles ausgeräumt wird, nur um das eine gesuchte Auto zu finden. Sie werden staunen, wie stolz Ihr Kind sein wird, wenn es sein Spielzeug selbst verwalten kann.
Achten Sie bei der Auswahl auf stabile, kippsichere Regale aus natürlichen Materialien wie massivem Holz oder Birkensperrholz. Diese sind nicht nur langlebig, sondern bringen auch eine warme, wohnliche Atmosphäre ins Zimmer. Platzieren Sie die Spielsachen mit etwas Abstand zueinander, fast wie in einer kleinen Ausstellung. Das wirkt nicht nur ordentlicher, sondern auch viel einladender. Dieser Ansatz passt wunderbar zum hyggeligen skandinavischen Stil.
2. Alles hat einen Platz: Thematische Boxen mit Bildern

„Alles hat einen Platz und alles ist an seinem Platz“ – dieser Satz ist der Schlüssel zu dauerhafter Ordnung. Für Kinder, die noch nicht lesen können, ist ein rein textbasiertes System nutzlos. Die Lösung ist ebenso einfach wie genial: visuelle Etiketten! Verwenden Sie Boxen, Kisten oder Körbe für jede Spielzeugkategorie und versehen Sie diese mit einem eindeutigen Bild oder Foto des Inhalts.
Die Umsetzung ist kinderleicht. Fotografieren Sie die Legosteine, die Puppenkleider oder die Holzeisenbahn, drucken Sie die Bilder aus und kleben Sie sie auf die jeweilige Kiste. Alternativ können Sie auch einfache Piktogramme zeichnen oder Aufkleber verwenden. So weiß Ihr Kind auf einen Blick, wo die Autos hingehören und in welcher Kiste die Malsachen zu finden sind. Das Aufräumen wird so zu einem lustigen Zuordnungsspiel statt zu einer lästigen Pflicht.
Ich empfehle, einheitliche Boxen zu verwenden, um eine ruhige und harmonische Optik zu erzielen. Modelle aus Stoff, Filz oder hellem Holz wirken besonders wohnlich. Transparente Boxen haben den Vorteil, dass der Inhalt auch von der Seite sichtbar ist, können aber schnell unruhig wirken. Diese Art von Systematik lässt sich übrigens wunderbar mit weiteren genialen Ordnungshelfern für die ganze Wohnung kombinieren.
3. Die Macht der Vertikalen: Wandregale und Hängesysteme

In vielen Kinderzimmern wird wertvoller Platz verschenkt: die Wände! Gerade wenn die Grundfläche begrenzt ist, ist die Nutzung der Vertikalen ein echter Game-Changer. Indem Sie Stauraum vom Boden an die Wand verlagern, schaffen Sie mehr freie Spielfläche und das Zimmer wirkt sofort größer und luftiger. Das ist einer meiner Top-Tipps, nicht nur für Kinderzimmer, sondern generell für platzsparendes Einrichten.
Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Wände clever zu nutzen. Schmale Bilderleisten eignen sich perfekt, um die schönsten Bücher mit dem Cover nach vorne zu präsentieren – das ist nicht nur praktisch, sondern auch eine wunderschöne, wechselnde Dekoration. Ein Pegboard (eine Lochplatte) mit Haken und kleinen Behältern ist ideal, um Stifte, Scheren und Bastelutensilien übersichtlich und griffbereit zu organisieren. Hängende Netze oder Stofftaschen in einer Ecke sind ein gemütliches Zuhause für die Kuscheltier-Armee.
Achten Sie bei der Montage auf eine sichere und stabile Befestigung, die dem Kinderzimmer-Alltag standhält. Kombinieren Sie funktionale Elemente mit dekorativen, um eine persönliche und ansprechende Wandgestaltung zu schaffen. Ein paar schöne Regal-Deko-Ideen machen den organisierten Bereich gleich noch viel wohnlicher. So wird die Wand vom reinen Raumtrenner zum aktiven Teil des Ordnungskonzepts.
4. Spielzeug-Rotation: Weniger ist mehr

Kinderzimmer quellen oft über vor Spielzeug. Die Folge: Reizüberflutung, Langeweile trotz Fülle und unendliches Chaos. Eine der wirksamsten Methoden dagegen ist die Spielzeug-Rotation. Das Prinzip ist einfach: Es wird immer nur ein Teil des Spielzeugs im Zimmer angeboten, während der Rest unsichtbar verstaut wird. Alle paar Wochen oder Monate wird dann getauscht.
Dieser Ansatz hat gleich mehrere Vorteile. Erstens wird das Zimmer sofort übersichtlicher und leichter aufzuräumen. Zweitens wird die Kreativität des Kindes gefördert, da es sich intensiver mit den verfügbaren Dingen beschäftigt. Und drittens – der magische Effekt – fühlt sich das ausgetauschte Spielzeug wieder neu und aufregend an! So sparen Sie nicht nur Geld für ständige Neuanschaffungen, sondern lehren Ihr Kind auch, den Wert der Dinge wieder mehr zu schätzen.
Für die Umsetzung benötigen Sie lediglich ein paar große Kisten, die Sie im Keller, auf dem Dachboden oder oben auf einem Schrank lagern. Beziehen Sie Ihr Kind (je nach Alter) in den Prozess mit ein. Fragen Sie, welches Spielzeug eine 'Pause' machen darf und auf welches es sich später wieder freut. So wird das Wegpacken nicht als Verlust, sondern als Vorfreude auf die nächste Runde empfunden. Dieser bewusste Umgang mit Besitz ist ein Grundpfeiler für ein Leben mit minimalistischer Ordnung.
5. Die 10-Minuten-Aufräum-Routine

Warten Sie nicht, bis das Chaos überhandnimmt. Eine kurze, tägliche Aufräum-Routine wirkt Wunder und verhindert, dass Sie am Wochenende stundenlang mit Aufräumen beschäftigt sind. Etablieren Sie ein festes 'Aufräum-Ritual' von etwa 10 bis 15 Minuten, zum Beispiel immer vor dem Abendessen oder vor der Gute-Nacht-Geschichte.
Der Trick besteht darin, es zu einem positiven, gemeinsamen Erlebnis zu machen. Stellen Sie einen Wecker, legen Sie ein Lieblingslied auf ('Aufräum-Rock'n'Roll!') und packen Sie gemeinsam an. Formulieren Sie klare, kleine Aufgaben: 'Du sammelst alle Bausteine ein, ich kümmere mich um die Bücher.' So fühlt sich Ihr Kind nicht überfordert und lernt, dass jeder einen Beitrag leistet. Es geht nicht um Perfektion, sondern um den täglichen Fortschritt.
Diese Routine vermittelt ein Gefühl von Struktur und Verantwortung. Das Kind lernt, dass das Wegräumen genauso zum Spielen dazugehört wie das Auspacken. Wenn diese kleine Einheit zur Gewohnheit wird, bleibt das Grundchaos aus und das Zimmer ist immer 'besuchsfertig'. Diese kleinen Gewohnheiten sind Teil der einfachen Aufräumtipps, die das Leben für die ganze Familie erleichtern.
6. Multifunktionale Möbel: Die cleveren Raumwunder

Jedes Möbelstück, das mehr als nur eine Funktion erfüllt, ist ein Gewinn für das Kinderzimmer. Multifunktionale Möbel sind die heimlichen Helden der Innenarchitektur, besonders wenn der Platz knapp ist. Sie bieten versteckten Stauraum und helfen dabei, eine aufgeräumte und ruhige Atmosphäre zu bewahren.
Denken Sie an ein Bett mit großen Schubladen darunter – der perfekte Ort für Bettwäsche, aber auch für die Holzeisenbahn oder saisonales Spielzeug. Eine stabile Truhenbank am Fußende des Bettes oder unter dem Fenster dient als Sitzgelegenheit und schluckt gleichzeitig eine Unmenge an Kuscheltieren oder Verkleidungen. Auch ein kleiner Tisch mit abnehmbarer Platte, unter der sich Stifte und Papier verbergen, ist eine geniale Lösung.
Bei der Auswahl solcher Möbelstücke achte ich auf hochwertige Verarbeitung und kindersichere Details wie abgerundete Ecken und gedämpfte Scharniere (Klemmschutz!). Diese Investition lohnt sich, da solche cleveren Möbel oft über viele Jahre mitwachsen und sich anpassen lassen. Sie sind ein Schlüsselelement, wenn es darum geht, kleine Schlafzimmer optimal einzurichten.
7. Ein Zuhause für Kuscheltiere: Der Plüschtier-Zoo

Die Kuscheltier-Sammlung eines Kindes kann schnell außer Kontrolle geraten und sich über das gesamte Zimmer verteilen. Anstatt sie zu verbannen, geben Sie ihnen ein klar definiertes, gemütliches Zuhause. Das schafft nicht nur Ordnung, sondern kann auch ein sehr charmantes Deko-Element sein.
Eine sehr beliebte und platzsparende Lösung ist ein 'Kuscheltier-Zoo' aus elastischen Seilen, die an einem Holzrahmen befestigt sind, oder ein großes Hängenetz in einer Zimmerecke. Die Tiere sind sichtbar, aber ordentlich 'eingesperrt' und können leicht herausgenommen und wieder hineingesteckt werden. Das macht den Kindern oft sogar besonderen Spaß.
Eine andere, bodenständige Variante ist ein sehr großer, schöner Korb, zum Beispiel aus Seegras, Rattan oder Filz. Dieser 'Kuscheltier-Pool' kann abends schnell mit allen herumliegenden Plüschtieren gefüllt werden und sieht dabei immer dekorativ aus. So lernt das Kind: Am Ende des Tages kommen alle Tiere 'nach Hause' in ihr Nest.
8. Die Bastel-Ecke organisieren: Kreativität im Griff

Basteln ist wunderbar, aber es kann auch das größte Chaos verursachen. Glitzer, Papierschnipsel und Farbtöpfe haben eine magische Anziehungskraft auf den gesamten Raum. Der Schlüssel zu kontrollierter Kreativität ist eine gut organisierte, dedizierte Bastel-Ecke.
Ein kleiner Tisch mit Stühlen bildet die Basis. An der Wand darüber sind Systeme wie das bereits erwähnte Pegboard oder magnetische Leisten für Scheren und Metalltöpfe ideal. Rollcontainer mit vielen kleinen Schubladen sind perfekt, um Perlen, Pfeifenreiniger und andere Kleinteile zu sortieren. Ein mobiler Bastel-Caddy, den man zum Tisch rollen und danach wieder in einer Ecke parken kann, ist ebenfalls eine fantastische Lösung.
Wichtig ist, dass alle Materialien nach dem Basteln wieder an ihren festen Platz kommen. Eine abwischbare Unterlage auf dem Tisch schützt die Oberfläche und erleichtert die Reinigung. So bleibt der Spaß am Kreativsein erhalten, ohne dass Sie danach stundenlang aufräumen müssen. Solche strukturierten Bereiche sind auch ein wichtiger Teil von Einrichtungstipps fürs Home Office – was für uns Erwachsene gilt, hilft auch den Kleinen, sich zu konzentrieren.
9. Der Lesetraum: Eine gemütliche Bücherecke

Bücher sind Schätze, die nicht in einer Kiste verschwinden sollten. Eine eigene, gemütliche Leseecke motiviert Kinder nicht nur zum Lesen, sondern gibt den Büchern auch einen festen Platz. Das verhindert, dass sie im ganzen Zimmer verstreut werden.
Richten Sie eine ruhige Ecke mit einem weichen Teppich, vielen Kissen oder einem Sitzsack ein. Ein kleines Tipi-Zelt oder ein Baldachin schafft eine magische, höhlenartige Atmosphäre, in die sich Kinder gerne zurückziehen. Die Bücher selbst werden am besten auf schmalen Bilderleisten an der Wand präsentiert. So sehen die Kinder die bunten Cover, was viel ansprechender ist als ein Buchrücken im Regal.
Diese Art der Präsentation lädt zum Stöbern ein und macht es kinderleicht, ein Buch nach dem Lesen wieder an seinen Platz zu stellen. Die Leseecke wird so zu einer kleinen Ruheinsel im oft trubeligen Kinderzimmer – ein Ort für Fantasiereisen und entspannte Momente. Das schafft eine ähnlich ruhige Atmosphäre, wie wir sie uns für das ganze Zuhause wünschen.
10. Kleiderschrank für Kinder: Alles in Reichweite

Nicht nur Spielzeug, auch Kleidung kann für Unordnung sorgen. Ein Kleiderschrank, der für Erwachsene konzipiert ist, überfordert Kinder. Der Schlüssel ist auch hier, alles auf die Größe und die Fähigkeiten des Kindes anzupassen.
Montieren Sie eine zusätzliche Kleiderstange auf einer Höhe, die Ihr Kind bequem erreichen kann. So kann es helfen, seine Jacken oder Kleider selbst aufzuhängen. Verwenden Sie offene Fächer oder Schubladen in erreichbarer Höhe für gefaltete Kleidung. Auch hier helfen wieder Bild-Etiketten: ein Bild einer Socke auf der Sockenschublade, ein T-Shirt-Bild auf der T-Shirt-Schublade.
Planen Sie die Outfits für die Woche vor und hängen Sie sie an spezielle Wochentags-Bügel oder legen Sie sie in Fächer von Montag bis Freitag. Das erspart die morgendliche Hektik und Diskussionen bei der Kleiderwahl und gibt dem Kind gleichzeitig ein Gefühl von Kontrolle und Routine. So wird der Kleiderschrank von einer reinen Aufbewahrungslösung zu einem Werkzeug für mehr Selbstständigkeit.
11. Die 'Ein Teil rein, ein Teil raus'-Regel

Dies ist eine einfache, aber unglaublich wirkungsvolle Regel, um die Menge an Spielzeug langfristig im Griff zu behalten. Das Prinzip: Jedes Mal, wenn ein neues Spielzeug ins Haus kommt (zum Geburtstag, zu Weihnachten oder einfach so), muss ein altes Spielzeug weichen.
Diese Regel hilft dabei, bewusste Konsumentscheidungen zu treffen und verhindert, dass das Zimmer langsam aber sicher überquillt. Es ist auch eine wunderbare Gelegenheit, mit Ihrem Kind über Wertigkeit, Loslassen und das Spenden an andere Kinder zu sprechen. Es lehrt, dass Platz eine begrenzte Ressource ist und dass man nicht unendlich viele Dinge anhäufen kann.
Beziehen Sie Ihr Kind in die Entscheidung ein, welches Spielzeug gehen darf. Wird es nicht mehr bespielt? Ist es kaputt? Könnte sich ein anderes Kind darüber freuen? Dieser Prozess fördert ein gesundes Verhältnis zu Besitz und verhindert, dass das mühsam geschaffene Ordnungssystem nach dem nächsten Kindergeburtstag wieder zusammenbricht.
12. Der 'Chaos-Korb' für schnelle Ordnung

Seien wir ehrlich: Manchmal muss es einfach schnell gehen. Die Schwiegereltern kündigen sich spontan an oder Sie möchten abends einfach nur ein aufgeräumtes Wohnzimmer haben. Für diese Momente ist ein 'Chaos-Korb' (oder 'Aufräum-Korb') Ihr bester Freund.
Wählen Sie einen großen, aber stilvollen Korb, der gut zur Einrichtung passt, und platzieren Sie ihn strategisch im Wohnzimmer oder im Flur. Wenn es schnell gehen muss, sammeln Sie einfach alles herumliegende Spielzeug ein und legen es in diesen Korb. Voilà – der Raum ist in zwei Minuten ordentlich. Dies ist eine Erste-Hilfe-Maßnahme, kein dauerhaftes System.
Wichtig ist, dass dieser Korb regelmäßig, zum Beispiel einmal am Tag oder alle zwei Tage, gemeinsam mit dem Kind wieder an die richtigen Orte im Kinderzimmer zurücksortiert wird. Sonst wird er schnell selbst zu einer unübersichtlichen Spielzeugkiste. Aber als Zwischenlösung, um den Alltags-Wahnsinn zu überleben, ist er unbezahlbar.
13. Dekoration, die Ordnung schafft

Ordnung muss nicht steril und langweilig aussehen. Ganz im Gegenteil: Die schönsten Ordnungssysteme sind die, die sich nahtlos in die Dekoration einfügen oder selbst zum Dekoelement werden. Denken Sie an Aufbewahrung als Teil Ihrer kreativen Deko-Ideen.
Anstatt auf unschöne Plastikboxen zurückzugreifen, investieren Sie in schöne Behälter. Ein Set aus hübschen Keramikdosen kann Haargummis und Spangen aufnehmen, eine alte Holzkiste wird zur Schatzkiste für gesammelte Steine und eine Reihe von Metalldosen beherbergt die Sticker-Sammlung. Auch schöne Gläser eignen sich, um Stifte oder sogar Trockenblumen stilvoll zu präsentieren.
Der Trick besteht darin, den Kleinteilen, die sonst für Unruhe sorgen, ein ästhetisches Zuhause zu geben. So wird die Aufbewahrung selbst zum Blickfang auf dem Regal oder der Kommode. Das Zimmer wirkt dadurch nicht nur aufgeräumt, sondern auch persönlich, durchdacht und liebevoll gestaltet.
14. Gemeinsam Ausmisten als positives Erlebnis

Das Wort 'Ausmisten' klingt oft nach einer anstrengenden, negativen Aufgabe. Drehen Sie den Spieß um und machen Sie daraus ein positives, gemeinsames Ritual, zum Beispiel zweimal im Jahr beim Saisonwechsel. Nennen Sie es 'Zimmer-Neugestaltung' oder 'Platz für Neues schaffen'.
Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie es sich gemütlich. Legen Sie Musik auf, stellen Sie Snacks bereit und gehen Sie Kiste für Kiste gemeinsam durch. Sprechen Sie darüber, warum manche Dinge gehen dürfen: 'Damit hast du so lange nicht mehr gespielt, vielleicht freut sich ein anderes Kind darüber?' oder 'Dieses Puzzle ist nicht mehr vollständig, lass uns Platz für ein neues machen.'
Richten Sie verschiedene Kisten ein: Behalten, Spenden, Verkaufen (fürs Taschengeld!), Reparieren und Müll. Dieser Prozess ist ein unglaublich wertvoller Lernmoment. Er lehrt nicht nur, Ordnung zu schaffen und zu halten, sondern auch Empathie (Spenden), den Wert von Dingen (Reparieren) und grundlegende Entscheidungsfindung.
15. Den Erfolg feiern: Spielerische Belohnungssysteme

Positive Verstärkung ist weitaus effektiver als Schimpfen. Wenn das Aufräumen gut geklappt hat oder eine Woche lang die Routine eingehalten wurde, sollte dieser Erfolg gefeiert werden. Das motiviert und zeigt dem Kind, dass seine Mühe gesehen und wertgeschätzt wird.
Dabei muss es nicht immer um materielle Belohnungen gehen. Im Gegenteil, gemeinsame Erlebnisse sind oft viel wertvoller. Eine Belohnungstafel, bei der für jeden aufgeräumten Tag ein Sticker geklebt wird, kann am Ende der Woche zu einer besonderen Belohnung führen: ein extra langes Vorlesen, ein gemeinsamer Spieleabend, ein Ausflug zum Lieblingsspielplatz oder das gemeinsame Backen von Keksen.
Diese Art der Belohnung stärkt nicht nur die Aufräummoral, sondern auch die Familienbindung. Das Kind lernt: Wenn wir als Team zusammenarbeiten und unsere Umgebung schön halten, haben wir mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge – die gemeinsame Zeit. Es geht darum, den Fokus von der Pflicht auf das positive Ergebnis zu lenken: ein schönes Zuhause und mehr Raum für Freude.
Häufig gestellte Fragen
Ab welchem Alter kann ich mein Kind ins Aufräumen einbeziehen?
Schon ab etwa 18 Monaten bis zwei Jahren können Kinder spielerisch einbezogen werden! Fangen Sie klein an. Bitten Sie Ihr Kind, einen einzigen Gegenstand, z.B. einen Ball, in eine Kiste zu legen. Machen Sie ein Spiel daraus, loben Sie überschwänglich und seien Sie ein Vorbild. Es geht anfangs nicht um Perfektion, sondern darum, eine positive Gewohnheit zu etablieren.
Mein Kind hat so viel Spielzeug! Wie fange ich am besten an auszumisten?
Das Gefühl der Überforderung kenne ich gut! Beginnen Sie nicht mit dem ganzen Zimmer. Nehmen Sie sich eine einzige Kategorie vor, z.B. 'Kuscheltiere' oder 'Puzzle'. Gehen Sie es gemeinsam mit Ihrem Kind durch (wenn es alt genug ist) und sortieren Sie in drei Kisten: 'Behalten', 'Spenden/Verkaufen' und 'Vielleicht' (diese Kiste kommt für 4-6 Wochen in den Keller). Alles, was in dieser Zeit nicht vermisst wird, kann weg.
Was sind die besten Aufbewahrungsmöbel für kleine Kinderzimmer?
In kleinen Räumen ist jeder Zentimeter kostbar. Ich schwöre auf multifunktionale Möbel! Ein Bett mit integrierten Schubladen, eine Sitzbank mit Stauraum unter der Klappe oder hohe, schmale Regale, die den Platz nach oben nutzen. Auch Wandorganisation, wie ich im Artikel beschreibe, ist Gold wert. Inspiration dazu finden Sie auch in meinem Beitrag über <a href="https://quartist.de/artikel/15-schlafzimmer-ideen-fuer-kleine-raeume">Schlafzimmer-Ideen für kleine Räume</a>.
Wie schaffe ich es, dass die Ordnung auch wirklich beibehalten wird?
Der Schlüssel ist Routine und ein System, das für das Kind logisch ist. Die tägliche 10-Minuten-Aufräumzeit ist dabei unerlässlich. Genauso wichtig ist es, konsequent zu sein. Wenn neue Dinge einziehen, muss für sie ein fester Platz gefunden werden. Die 'Ein Teil rein, ein Teil raus'-Regel hilft dabei ungemein, die Menge an Spielzeug im Griff zu behalten.
Die Deko im Kinderzimmer soll ja auch schön sein. Wie verbinde ich Ordnung mit Stil?
Das ist meine Lieblingsfrage! Ordnung und Stil sind kein Widerspruch, sondern Partner. Wählen Sie schöne Aufbewahrungslösungen statt bunter Plastikkisten. Körbe aus Seegras oder Rattan, Holzkisten oder einheitliche Stoffboxen in den Farben des Zimmers wirken sofort harmonisch. Nutzen Sie offene Regale, um Lieblingsstücke wie besondere Holztiere oder schöne Bücher wie in einer Galerie zu präsentieren. So wird die Aufbewahrung selbst zum Dekoelement und erinnert an den schönen <a href="https://quartist.de/artikel/skandinavische-deko-tipps-fuer-dein-zuhause">skandinavischen Deko-Stil</a>.
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